Weitere Module in den SPFH:

Systemisches Elterncoaching:

In der Jugend- und Erziehungshilfe rücken vielfach elterliche Hilf- und Mutlosigkeit und die damit verbundene verlorene "Elterliche Präsenz" in den Vordergrund. Als äußerst wirksames Angebot für Eltern in familiären Krisensituationen, in denen sie mit gewalttätigen und selbstdestruktiven Verhaltensweisen ihrer Kinder konfrontiert sind, hat sich das Systemische Elterncoaching etabliert. Die BeraterInnen stellen sich aktiv auf die Seite der Eltern, so dass diese sich in einer neuen Haltung zu ihren Kindern positionieren. Zudem unterstützen sie die Eltern in ihrem Bemühen, ihren Kindern eine lebendige Beziehung anzubieten und damit eine wesentliche und konstruktive Rahmenbedingung kindlicher Entwicklung verwirklichen zu können.

Das Systemische Elterncoaching bietet Eltern die Möglichkeit  ihr Erziehungsverhalten zu reflektieren, zu verändern und zielorientiert anzugehen.

Das Ziel ist es, geeignete Lösungen zu finden und sie in ihrer Umsetzbarkeit zu überprüfen.

Klientenzentrierte Familientherapie:

Auf Störungen innerhalb eines Familiensystems reagieren Kinder mit auffälligem Verhalten, auch oft mit psychischen Störungen. Dieses Verhalten kann somit eine Reaktion des Kindes auf die gestörte Interaktion sein. Maßnahmen der Jugendhilfe, die auf Rückführung oder Stabilisierung und Verbesserung der Interaktion / Beziehungen angelegt sind, könnten folgend durch dieses  Modul unterstützt werden:

Die klientenzentrierte Familientherapie basiert auf dem Grundgedanken der klientenzentrierten Therapie (Gesprächpsychotherapie) in der sozialen Gruppe des Familiensystems mit dem Ziel der Verbesserung der Beziehungsqualität  der Systemmitglieder.

Indikation zur Teilnahme ist die Freiwilligkeit jedes Mitgliedes und ein Mindestalter von 10 Lebensjahren.

Die Förderung der Selbstöffnung der Teilnehmer im Rahmen der Sitzungen wird durch den Therapeuten prozessverantwortlich gesteuert.  Dies kann durch Selektion, Verflachung oder auch Vertiefung beziehungsförderlicher Inhalte gesteuert werden. In Nach- oder Vorbereitungsgesprächen mit den Eltern wird dieser Prozess strukturell und inhaltlich vorbereitet.

Ausgehend ist die Grundannahme "Erziehung ist Beziehung".